Bauherr: Stadt Köln
Bauvolumen: 8.200 qm
Wettbewerb: 3/1996
Idee
„Was ist Blau? Das Blau ist das sichtbar werdende Unsichtbare
...“
Yves Klein
Grundlegende Entwurfsidee ist die Verknüpfung
des Wallraf-Richartz-Museums mit den unter dem Rathausplatz liegenden
römischen und mittel-alterlichen Ausgrabungen sowie mit der Ausstellung
der jüdischen Stadt-geschichte. Hierzu ist es uns wichtig, in
einem 2. Bauabschnitt auf dem Rathausplatz selbst einen zentralen
Eingang zu schaffen, der die Möglichkeit eröffnet, diese
sich gegenseitig bereichernden Schätze Kölner Stadtgeschichte
zusammen zu zeigen. Der Platz wirkt wie ein Strudel im Wasser. Er
bündelt die Bewegungsflüsse und leitet sie weiter in tiefere
Schichten, die sonst im Verborgenen bleiben. Blaues Licht unterstützt
diese Wirkung, läßt die Ausgrabungen als Räume unbegrenzter
Tiefe erscheinen und spült den massiv-metallischen Block des
Museums wie ein aus-gewaschenes Gestein an die Oberfläche.
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Museum
Schwebend über dem Grund der Ausstellungen und allseitig vom
Strassen-raum umspült stellt sich das Wallraf-Richartz-Museum
als Körper hoher Intensität und Dichte dar. Wie Gestein
ist es schichtenartig strukturiert, in das die Treppenschlucht wie
ein Schnitt, ein kunsthistorischer Zeitraffer die Kulturgeschichte
von den römischen Ausgrabungen bis ins 19. Jhdt. freilegt.
Technik
Der Museumskörper selbst besitzt eine mehrschichtig aufgebaute
metallische Oberfläche. Goldschimmernd bedampft entfaltet sich
ihre Tiefenstruktur und Lebendigkeit. Hochwärmegedämmt schützt
diese Metallhaut die innen-liegende massige Betonstatik. In diese
thermische Speichermasse eingelegte wasserführende Rohrschlangen
ermöglichen den internen Temperatur-ausgleich ohne Energieverlust.
Hydroskopische Putze vermeiden zu hohe Feuchteamplituden. Große
Nordsheds und –fenster verringern den Energie-aufwand für
künstliche Beleuchtung.
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